4. Über die Reinkarnation




Der Schlaf ist der Bruder des Todes. Diese Volksweisheit drückt die gleiche Grundlage des Schlafs und des Todes aus, welche die Trennung des menschlichen Geistes (der Seele) vom physischen Körper ist. Die kurze Trennung nennt man Schlaf, die viel längere Trennung nennt man Tod. Beim sogenannten Tod kehrt der menschliche Geist in das Reich des Geistes zurück. Nach einer unterschiedlich langen Zeit verbindet sich der menschliche Geist aufs Neue mit einem neuen physischen Körper, d. h. mit dem Embryo in der Gebärmutter der von ihm ausgewählten Mutter. Diese Rückkehr (in der Bibel wird über die Wende geschrieben) nennt man heute Reinkarnation, das bedeutet wieder im Fleisch, d. h. im physischen Körper. Die Entfernung der Reinkarnation aus der Bibel, und damit aus der Lehre von Jesus, kann dem neubyzantinischen Kaiser Justinián (483-565) zugeschrieben werden, der im Jahr 553 von seinen Bischöfen die Exkommunikation des bedeutenden Kirchenlehrers Órigen (185-254) erzwang und mit ihm auch seine Lehre über die Reinkarnation. Ein weiterer großer Erfolg der Dunkelheit im Kampf gegen das Licht war im Jahr 870 die Liquidierung des Geistes, welche die Kirche mit dem Argument begründete, dass nur eine Seele ausreicht. Als Jesus jedoch auf dem Kreuz starb, empfahl er jedoch nicht seine Seele, sondern seinen Geist in die Obhut seines Vaters.

Die Schöpfung der Erde in sieben Tagen bedeutet nicht unsere sieben Tage in der Woche, sondern sieben kosmische Tage. In der Gegenwart erleben wir den vierten kosmischen Tag und das menschliche Reich befindet sich jetzt im sechsten Siebentel dieses kosmischen Tags. Dieses Siebentel wird die Offenbarung durch die philadelphische Kultur genannt. „Die Kette der Reinkarnationen ist eine Evolutionsleiter der menschlichen Entwicklung. Als ob der Mensch den Sinn des Lebens verloren hätte, wenn er abends einschlafen würde und früh aufwachen würde und vergessen hätte, wer er gestern war, was er getan hat, dann würde die Reinkarnation ihren Sinn verlieren, wenn der Mensch in sich nicht die im Innern gelagerten Kräfte der vergangenen Einverleibungen (Inkarnationen) hätte, an die er anknüpft und die er planmäßig durch den Einfluss der durch das Karma gesteuerten Vorsehung weiter entwickelt. Deshalb wird er entweder unter den guten oder schlechten Einflüssen der Sterne geboren. Es liegt am Menschen, was er in dieser Reinkarnation tut, ob er die schlechten Einflüsse überwindet und die guten vermehrt. Das Horoskop bestimmt bei dem Menschen das, was er sich schon aus seiner Vergangenheit mitbringt. Unter den Einflüssen der Sterne wird nicht die Gravitation der Planeten verstanden, sondern die Einflüsse des Geistigen-Seelischen. Den zweiten zu dienen und zu ihrer Evolution beizutragen, ist der einzige Sinn des wahren geistigen menschlichen Lebens und das ewige Ziel seiner Bestimmung.“ (Alma Excelsior, 1887-1956, Kennerin des Naturmoralgesetzes, das die ideelle Grundlage für Demokratie, Freiheit und Macht im menschlichen Reich bildet.)



Zitierungen über die Reinkarnation

1. Aus dem Leben der Mutter bin ich nackt hervorgegangen, und nackt werde ich dorthin wieder zurückkehren. (Jób 1, 21)

2. Jesus sprach: „Und wollet ihr das annehmen: Eliáš, der kommen soll, ist er (Jan der Täufer). Wer Ohren hat, höre! (Matouš 11, 14.15) (Bemerkung: der Prophet Eliáš lebte in der Zeit des Königs Achab, 875-853 vor Christus)

3. In die Unterwelt kehren die Eigenwilligen zurück. (Psalm 9, 18) (Bemerkung: Wenn jemand irgendwohin zurückkehren soll, bedeutet das nicht, dass er dort schon einmal war?)

4. Gott ist sicher fähig, den Menschen ins Leben zurückzuführen. (Koran, Sure 86, 8) Ist es denn nicht in seiner Macht, dass er den Toten das Leben wiedergibt? (Sure 75, 40)

5. Gott hat mich doch schon vor der Geburt auserwählt und mich durch seine Liebe berufen. (den Galatehern 1, 15)

6. Wenn das silberne Seil zerreißt (d. h. das ätherische Band, das den menschlichen Geist mit dem physischen Körper verbindet, und über das gesagt wird, dass es mit der Sense des Todesengels durchschnitten wird) kehrt der Staub (der physische Körper) wieder in die Erde zurück, wo er war und der Geist kehrt wieder zu Gott zurück, der ihn gegeben hat. (Prediger 12, 6.7)

7. Amen, sage ich euch, wenn ihr nicht umkehrt (d. h. wenn ihr nicht auf den Weg des Lichts des Gesetzes tretet) und nicht (wieder) zu Kindern werdet, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. (Matthäus 18, 3)





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