30. DER TOD BEDEUTET NICHT DAS ENDE EINES MENSCHENLEBENS, ER BEDEUTET LEDIGLICH DAS ENDE DES PHYSISCHEN KÖRPERS EINES MENSCHEN


Die Ansicht, das Leben eines Menschen auf Erden sei durch dessen Tod für immer zu Ende und damit ende auch dessen Verantwortung dafür, welcherart er sein Leben auf Erden verbrachte, ob gut und redlich, oder aber schlecht und unredlich, ist vollkommen falsch. Der Tod eines Menschen ist lediglich dessen Rückgeburt in die geistige Welt, deren Bürger die Menschen seit jeher sind. „Doch hier (auf Erden) haben wir keine dauerhafte Heimstatt. (An die Juden 13, 14) „Wir sind jedoch Bürger des Himmelreichs, … “ (An die Philipper 3, 20) In der geistigen Welt durchlebt der Mensch den zweiten Teil seines Lebens. Hier erfährt sein gerade abgeschlossenes Erdenleben Bewertung und Belohnung. Gut und Böse wird seit alters her am natürlichen Moralgesetz, fernerhin Gesetz genannt, gemessen, das als Gesetz der Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit bezeichnet wird. Tücke birgt die Ansicht in sich, man dürfe auch Böses tun, um künftig nur Gutes zu ernten. Der zweite Teil des Lebens eines Menschen endet mit dessen Wiedergeburt bei neuen Eltern auf Erden, die für ihn von geistigen Wesen auserkoren werden. Diese Rückkehr wird heute als Reinkarnation bezeichnet. Ohne sie wäre keine in sieben kosmische Tage eingeteilte Erziehung des Menschen zum Bilde des Schöpfers möglich. Gegenwärtig befinden wir uns im vierten kosmischen Tag. Es liegt ganz bei den Menschen, ob sie sich entscheiden zu Licht zu werden und nicht zu Finsternis, d. h. zu Dienern des Bösen und zu Abfall der Entwicklung.  Ursprünglich gehörte die Reinkarnation zu den geistigen Geheimnissen, dennoch existieren in der Bibel ausdrückliche Informationen über die Existenz der Reinkarnation: „Und wenn ihr es annehmen wollt, er (Johannes der Täufer) ist der Elia, der da kommen soll. Wer da Ohren hat, höre. (Matthäus 11, 14.15) Der Apostel Elia lebte zuzeiten des Herrschers von Nordisrael, Achab (875-853). Von einer Reinkarnation spricht auch Luthers Bibel-Übersetzung: „Ich bin nacket von meiner Mutter Leibe gekommen; nacket werde ich wieder dahinfahren.“ (Hiob 1, 21) Über die Reinkarnation in der Bibel informiert die Broschüre von František Venzara Reinkarnace v Bibli (Reinkarnation in der Bibel) (SPMZ, Štěpánov bei Olomouc 2004, ISBN 80-86519-09-0).
Eine ununterbrochene sinnvolle Existenz des Lebens der Menschen sowie deren Freiheit zur Wahl zwischen Gut und Böse, Licht und Finsternis wird insbesondere vom menschlichen Geist sichergestellt, von dem in der Bibel zu lesen steht: „Was das Leben gibt, ist der Geist, der Körper selbst ist nicht von Bedeutung.“(Johannes 6, 63) „Der menschliche Geist ist das vom Herrn gegebene Licht.“ (Sprichwort 20, 27) Über den Sinn und das Ziel des Lebens informiert uns die Bibel wie folgt: „Wir wollen Menschen machen nach unserem Bilde uns ähnlich.“ (1. Mose 1, 26) Diese Ähnlichkeit ist geistig und die Annäherung der Menschen an dieses geistige Ziel kann nur durch schrittweise Vergeistigung des gesamten Menschen durch Erziehung und Selbsterziehung erfolgen. Der ganze Mensch besteht jedoch nicht aus einem Stück, sondern aus drei: „Gott selbst schenke Ruhe … eurem Geiste, eurer Seele und eurem Körper“ (1 An die Thessalier 5, 23) Alle Teile des Menschen, einschließlich des menschlichen Geistes, sind durch stetige Vergeistigung weiterzuentwickeln.
Über die Erziehung durch unseren himmlischen Vater ist folgende Information nachzulesen: „Unsere körperlichen Väter erzogen uns nach eigenem Ermessen und nur für eine kurze Zeit, wogegen uns der himmlische Vater zu einem höheren Ziel erzieht, zum Teilhaben an seiner Heiligkeit.“ (An die Juden 12, 10) Das Wort Vater setzt auch die Existenz einer Mutter voraus. „Erfreue ich mich denn am Tode eines Frevlers? spricht der Herr. Will ich denn nicht, dass er sich von seinen Pfaden abwendet und lebt?“ (Ezechiel 18, 23) „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Sei entschieden und tapfer, erfülle sorgsam alles, was im Gesetz steht. Weiche weder nach rechts noch nach links und handle weitsichtig, wohin du auch gehst. Sinne darüber bei Tag und bei Nacht, um alles sorgsam erfüllen zu können, was darin geschrieben steht.“ (Joshua 1, 5.7) „Sich von Selbstsucht leiten zu lassen bedeutet den Tod.“ (An die Römer 8, 6) Die Situation einer Gesellschaft, in der die moralische Entwicklung, d. h. die Entwicklung des menschlichen Charakters und Wesens, weder zu den Prioritäten der Staatsmacht noch der politischen Parteien zählt, beschreibt die Bibel wie folgt: „Das Recht wird vollständig unterdrückt, Gerechtigkeit steht irgendwo in weiter Ferne, die Wahrheit stolpert über den Marktplatz und was richtig ist, kann nicht eintreten. (Jeshajahu 59, 14)

            Das Prinzip von Schlaf und Tod ist dasselbe. Dieses Prinzip besteht in der Abwesenheit des geistigen Ich im Menschen. Im Schlaf dauert diese Abwesenheit nur eine Nacht, im Tode viele Jahre, denn der Engel des Todes durchtrennte (durchschnitt, zerriss, zerhieb) die durch ein ätherisches Band geschaffene Verbindung zwischen dem Ich und dem physischen Körper und verhinderte damit die Rückkehr des Ich in seinen physischen Körper. Ein tschechisches Beispiel für Reinkarnation ist der am 6. Juli 1415 in Konstanz verbrannte Meister Johann Hus, der als Johann Amos Comenius, Lehrer des Volkes (1592-1670) eine Reinkarnation erfuhr. Dieser reinkarnierte sich als Tomáš Masaryk (1850-1937) und wurde zum ersten Präsidenten der Tschechoslowakei. Über das Prinzip des Todes steht in der Bibel zu lesen: „Gedenke deines Schöpfers bevor der silberne Faden durchtrennt wird … und Staub in die Erde zurückkehrt, in der er war, und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gab.“ (Prediger 12, 6.7)

            Die nachfolgenden neuesten Informationen über den menschlichen Geist und den Tod wurden von der einst in Boskovice in Mähren lebenden Geistesforscherin Alma Excelsior (1887-1956) aus deren Buch Über Reinkarnation, Karma und über das Leben eines Menschen nach dem Tod im Kamaloka übernommen.  (ISBN 80-86519-07-4 aus dem Jahre 2004) Ihr literarisches Werk ist vergleichbar mit der Bedeutung der Lehre Jesu, das das geistige Erkennen des Alten Testaments vertiefte. Wir sind überzeugt, dass dieses Werk nicht nur für Tschechien, sondern auch für benachbarte Völker zur ideologischen Grundlage wird.       

           

  Unmittelbar nach der Durchtrennung der Verbindung zwischen dem geistigen Ich und dem physischen Körper eines Menschen, wenn der Engel des Gerichts auch Gericht über dessen Seele hält, zeigt dieser ihm aus dem Buch des Menschen auch dessen Lebensgeschichte ab der Stunde des Todes bis hin zur Geburt. Der Mensch sieht seine guten und schlechten Taten aus der Sicht des Gesetzes. Mit dem Tod werden die Kräfte von Gut und Böse nicht zerstört, sie werden jedoch voneinander getrennt und geteilt. Dabei wird der astrale Körper des Menschen frei und weitet sich in den Kosmos aus, wobei er sich nach sieben planetaren Kräften in sieben Hüllen, Schichten sortiert, die die Grundlage für das Erleben der Befreiung von astralen Trieben und Leidenschaften an einem Kamaloka genannten Ort darstellen. Die Achse des astralen Körpers und weiterer Komponenten des Menschen im Kamaloka ist das geistige Ich des Menschen. Die Erschaffung dieses Körpers dauert 28 Tage ab der Unterbrechung der Verbindung zwischen menschlichem Geist und physischem Körper. Danach steigt der Mensch in das Erleben des Kamaloka hinab. Nicht an die Existenz der geistigen Welt glaubende Menschen können erst nach der Anerkennung der Existenz der geistigen Welt in das Kamaloka eingehen. Einen Anstoß dafür kann das Erleben des Zerfalls des eigenen physischen Körpers im Grab darstellen. Die Länge des Kamaloka ist unterschiedlich und hängt von der Stärke der Hüllen, Schichten ab. Im Kamaloka wiederholt der Mensch sein eigenes Leben von der Geburt bis zum Tod auf eine Weise, bei der er all das, was er anderen Böses tat, an sich selbst spürt. Die Menschen verbleiben so lange im Kamaloka, bis alle ungesetzlich Böses enthaltende Hüllen, Schichten durcharbeitet sind. Das Ergebnis dieser Erfahrung ist das Gewissen des Menschen. Lediglich vor Vollendung des siebenten Lebensjahres verstorbene Kinder erleben kein Kamaloka und können sogar erneut bei denselben Eltern zur Welt kommen. Normalerweise dauert das Kamaloka etwa ein Drittel des Lebens. Am schlimmsten ergeht es Selbstmördern, die glauben, durch ihren Tod einer verdienten Strafe entgehen zu können oder sich als Terroristen das Lob Gottes zu verdienen. Diese haben schwer zu leiden. Ein jeder Selbstmord ist eine Auflehnung gegen den Willen Gottes. Nach Beendigung des Kamaloka mit all seinen Hüllen, Schichten gelangen die Menschen in eine höhere geistige Ebene, das sog. Devachan, in dem sie das Gute erleben, das sie sich durch ihr Leben im Einklang mit dem Gesetz verdient haben. Nach unterschiedlich langer Zeit kehren die Menschen erneut in den 1. Teil, eine Lebensphase auf Erden, zurück, denn nur auf Erden können sich die Menschen von einst physisch verübtem Bösen reinigen und sich so ihrer Bürde, ihrer negativen Bewertung entledigen, die sich ihnen beim Erfüllen des wichtigsten Lebensziels, d. h. dem sich Vergeistigen durch nichtpersönliches Leben im Einklang mit dem Gesetz, entgegenstellen würde. Wie viele politische Parteien und wie viele Staatsmächte sehen es jedoch in ihren Programmen als Priorität an, Bedingungen für die moralische Erziehung und Selbsterziehung der Bürger im Einklang mit dem Gesetz zu schaffen, um so den Bürgern zu helfen (zu dienen), den Sinn ihrer Existenz auf dem Planeten Erde zu erfüllen? Gibt es vielleicht irgendwo in Europa eine pädagogische Fakultät oder eine Hochschule für moralische Erziehung zur Demokratie? Das Leben selbst beweist es uns immer wieder, dass Moral wichtiger ist als menschliche Macht, Geld und Wirtschaft, denn nur aus einer dem Gesetz gemäßen Moral entspringt das Vertrauen für die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Menschen und ihren Organisationen.



František Venzara   6/2012



 

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