26. Alma Excelsior über Materialismus


Durch den geistigen Blick auf die Wahrheit und das moralische Weltgesetz werden von der Erde Erdbeben und Gewitterstürme, Hagel und Wolkenbrüche abgewendet. Durch die Seelenerkenntnis und religiöse Empfindungen werden Luftkatastrophen, Windstürme, Gasexplosionen und anderes durch Luft, Wasser, Erde oder Feuer entstehendes Unheil abgewendet. Der Materialismus tötet die Seele, stürzt den Menschen in eine seelische Gefühlslosigkeit und sein Herz verwandelt sich zu Stein. Ein steinernes Herz steht für die tiefste Form des Materialismus. Der Materialismus führt den Menschen zur Genusssucht, die ihm im Leben nach dem Tot das Grauen des astralen Kamaloka der Ungläubigen beschert, das dem Kamaloka des Hochmuts und der Habsucht entspricht. Der Materialismus ist mit allen Vergehen gegen die Ordnung des astralen, mentalen und ichbezogenen Seins verbunden. Auch die grauenvollen Folgen des materiellen Denkens nach dem Tod lassen sich kaum beschreiben.
Durch den Materialismus wird der ätherische Körper so stark in den physischen Körper hineingezogen, dass er nicht mehr seine Konturen überragt. Der Mensch verliert damit völlig die Verbindung zu der ätherischen Welt und lebt nur noch in der Sinnenwelt. Er wird zu einem Materialist.
Soll aber ein ideal veranlagter Mensch eine Verbindung zu der überirdischen Welt haben, muss er imstande sein, zumindest das ätherische Gehirn seines sterblichen ätherischen Kopfes über das Kopfzentrum hinaus herauszufahren und damit den ätherischen Kräften freien Lauf in den Hirnbereich des ätherischen Kopfes lassen. Damit wird die Fähigkeit des ätherischen Sehens oder Füllens der Ströme aus dem Reich der Lebensschaffenskraft wiederhergestellt. Damit entsteht das „intuitive“ Verstehen der schöpferischen Gedanken und Ströme, die eine Inspiration für die hohe geistige Kunst und alle unsterblichen Erscheinungen des kosmischen Geistes der Intelligenz darstellen, der sich durch das menschliche Wesen manifestiert. Durch die Auflösung des ätherischen Körpers und sein bewusst gesteuertes Verlassen des physischen Körpers entsteht eine hellseherische Verbindung mit der geistigen Welt, bei der man vier Hauptformen unterscheidet: Die niedrigste Form ist das bildliche Sehen - die Imagination. Es handelt sich um das Sehen von Bildern ohne Erklärung. Die höhere Stufe des Hellsehens ist die Inspiration. Dabei handelt es sich um das Hören des geistigen Wortes, das je nach der erreichten Einweihungsstufe von Wesen aus niedrigeren oder höheren geistigen Welten stammt. Die dritte Einweihungsstufe ist die Intuition, die bis zu einer essentiven Intuition weiterentwickelt werden kann, dabei handelt es sich um das direkte ätherische Verstehen der schöpferischen Kräfte und Essenzen der nirvanischen und budhistischen Welt.
Zu den Erdenbürden gehört auch die schreckliche Angst vor dem Verlust des physischen Körpers. Diese Gefühle entstehen durch die Selbstempfindung. Auch diese Gräuel erlebt der Materialist intensiver, denn sein Selbstgefühl des Verlangens nach dem körperlichen Sein ist viel zu stark, um mit dem Ablegen des physischen Körpers verschwinden zu können. Der Materialist erlebt somit auf eine andere Art die Qualen eines Selbstmörders, weil er nicht seinen physischen Körper tötet, sondern durch den Unglauben an die eigene Seele seinen astralen Körper zerstört. Er tötete die Seele, und das ist noch schlimmer, als den Körper zu töten. Mit Materialismus hängen alle Kräfte der Unmäßigkeit und Genusssucht zusammen, die nur durch Bescheidenheit, Selbstdisziplin und Selbstbeherschung über den astralen Körper besiegt werden können. Ein Mensch, der sein Bewusstsein in diese Welt einbringt, ist natürlich auch allen seinen Genüssen ergeben. In erster Linie ist es das Verlangen nach gutem Essen und Trinken. Ein Genussmensch isst nicht um zu überleben, sondern lebt, um gut zu essen und zu trinken und alle Genüsse der Welt zu genießen.
Durch den Fall Therese Neumann wurde die Anschauung des Materialismus umgestossen und die Existenz des übersinnlichen Lebens, das das sinnliche Leben bedingt, bewiesen. Therese Neumann hatte sich einverleibt, damit ihre Existenz auf der geistigen Grundlage (d. h. ohne physische Nahrung) den weltlichen Materialismus der heutigen Kultur erschüttert und die Möglichkeit der Existenz in einer nur durch die Kräfte des übersinnlichen Seins bestehenden Sinnenwelt beweist. Für das geistige Leben ist Essen nicht notwendig und wird einmal durch einen Atmungsprozess ersetzt. Aber dazu muss man heranreifen und zu Sonnenwesen werden, die sich nicht in Astralität fügen. Das Sonnensein erreichen wir alle, wenn die Menschheit allgemein reif dafür ist. Es wird erst zur Zeit der „Sieben Posaunen“ so weit sein, in der letzten Erdenepoche. (69-73) (Unsere Anmerkung: Derzeit neigt sich die arische Epoche dem Ende zu, auf die die Epoche der Sieben Siegel folgt und erst dann kommt die Epoche der Sieben Posaunen.)

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Unsere Anmerkung:Therese Neumann wurde 1898 in einer deutschen Familie in Konnersreuth geboren und starb am 18. September 1962. Beim Löschen eines Brandes 1918 wurde sie verletzt, erblindete und war gelähmt. Am Tag ihrer Seligsprechung am 19. 4. 1923 wurde sie plötzlich von ihrer Blindheit geheilt und am Tag ihrer Heiligsprechung am 17. Mai 1925 verschwanden auch die Lähmungen.
Therese Neumann lebte seit 1927 bis zu ihrem Tode im September 1962 (d. h. 35 Jahre lang) ohne irgendwelche Nahrung oder Flüssigkeit zu sich genommen zu haben. Ihre einzige Nahrung war die alltägliche heilige Hostie. Sie wehrte sich immer gegen die Behauptung, dass sie von nichts lebt. „Von nichts kommt nichts“ sagte sie immer, „ich lebe nicht von nichts, ich lebe vom Erlöser. Er sagte doch Mein Leib ist die Nahrung. Warum sollte es nicht auch auf das Leben unseres Körpers zutreffen, wenn er es sagte?“ Sie verbrachte ihr Leben nicht im Bett, sondern kümmerte sich unermüdlich um ihre Pfarrkirche und um Kranke. Bis 1947 waren in Konnersreuth weder ein Arzt noch eine Krankenschwester. Deshalb besuchte und pflegte sie jahrelang Kranke, obwohl sie mit ihren stigmatisierten Beinen kaum laufen konnte.
Das Buch über das Leben der Therese Neumann „Therese Neumann von Konnersreuth, ein Lebensbild nach authentischen Berichten, Tagebüchern und Dokumenten“ schrieb Dr. Johanes Steiner.


SPMZ - 7/2011

 

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