25. Die Bibel kam aus dem Lande Asir


Professor Dr. Kamal Sulaiman Salibi, ein Historiker, hat vor fünf Jahren eine Entdeckung gemacht, die ihn seither faszinierte. Bei der Untersuchung von Ortsnamen auf der Arabischen Halbinsel fiel ihm auf, dass manche davon der Sprachform nach nicht dem Arabischen, sondern dem Kanaanitischen oder dem Aramäischen entsprechen. Er begann solche Ortsnamen zu sammeln, und dabei stellte er zweierlei fest: Erstens fanden sich alle diese Namen in einer bestimmten Zone am südwestlichen Rand der Halbinsel, die heute Asir heisst und sich südlich von Mekka bis in die Nähe der Grenze Nordjemens hinzieht: sie ist rund 600 Kilometer lang und 200 Kilometer breit. Zweitens fand Salibi einen grossen Teil dieser Namen auch in Schriften des Alten Testaments.
Salibi glaubt versichern zu können, dass 80 Prozent von rund 700 im Alten Testament vorkommenden Ortsnamen solchen in der Landschaft Asir entsprechen. Er ist zudem der Ansicht, dass geographische Verhältnisse, die das Alte Testament schildert, der Lage der Orte in Asir entsprechen. Ferner hat er herausgefunden, dass im Alten Terstament Tiere und Mineralien erwähnt werden, die man nicht in Palästina, jedoch sehr wohl im Asir finden könne.
(Neue Zürcher Zeitung vom 13. 9.1984. Kamal Salibi - Die Bibel kam aus dem Lande Asir. Eine neue These über die Ursprünge Izraels. Rowohlt, 1. Auflage März 1985, ISBN 3 489 06179 8.).


SPMZ - 2/2011

 

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