21. Ausschnitte aus dem Buch von Peter Russell VON DER WISSENSCHAFT ZU GOTT - Der Weg eines Physikers in das Mysterium des Bewusstseins, Dybbuk, Prag 2008 (Jan Šavrda, Sekaninova 12, Prag 2, Tel.: 224 938 124) (Aus dem englischen Original From Science to God, Verlag New World Library in Novato im Jahre 2005)


Wie entwickelte sich Wasserstoff, das einfachste aller Elemente, zu einem Wesen, wie wir Menschen es sind, befähigt, die Unermesslichkeit des Weltalls zu reflektieren, dessen Funktionsweise zu begreifen und sogar die Mathematik von Wasserstoff zu erforschen? Wie entstand aus einem durchsichtigen Gas ein System, das in der Lage ist, sich seiner selbst bewusst zu sein? (Seite 19, nachfolgend nur die Seitenzahlen).

Das Bewusstsein besteht nicht aus Materie. Und Materie, so nehmen wir an, hat kein Bewusstsein zum Inhalt. (30) Wie konnte etwas derart Immaterielles, wie das Bewusstsein, aus etwas derart nicht Bewusstem wie Materie entstehen? Heute glaube ich, dass wir anstelle der Bemühungen, dass Bewusstsein mit den Begriffen der materiellen Welt zu erklären, eine neue Weltanschauung entwickeln sollten, in der das Bewusstsein einen grundlegenden Bestandteil der Realität darstellt. (32)

In der physikalischen Realität existiert kein Klang, lediglich sich in der Luft ausbreitende Druckwellen. Klang existiert nur als geistiges Erlebnis des Empfängers - gleichwohl, ob es sich dabei um ein menschliches Wesen, einen Hirsch, einen Vogel oder eine Ameise handelt. In der physikalischen Welt hat das Licht verschiedene Frequenzen, das Licht selbst jedoch hat keine Farbe, ebenso wie die elektrischen Impulse, die vom Auge in das Gehirn übertragen werden. Die von uns gesehene Farbe Grün ist eine Eigenschaft, die im Bewusstsein geschaffen wird. Sie existiert lediglich als subjektiver Eindruck des Geistes. (41)

Es existieren sohin so viele verschiedene Arten der Wahrnehmung der Welt, wie viele Lebensformen es im Weltall gibt. Das, was wir als Realität betrachten, ist kurzhin eine konkrete Art und Weise der Wahrnehmung und Interpretation der physikalischen Welt durch den menschlichen Geist. (49) Alles, was wir kennen, wahrnehmen und uns vorstellen, eine jede Farbe, jeder Ton, jedes Gefühl, jeder Gedanke, ist eine vom Bewusstsein geschaffene Form. Was die hiesige Welt betrifft, wird alles vom Bewusstsein geschaffen. (52)


Stellen Sie sich einen Atomkern in der Größe eines Reiskorns vor. Das ganze Atom hätte dann die Größe eines Fußballstadions und die Elektronen wären weitere, die Sitzplätze umkreisende Reiskörner. Der britische Physiker Sir Arthur Eddington erklärte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts: „Die Materie ist zumeist ein gespenstisch leerer Raum.“ Genauer gesagt, besteht sie zu 99,0000000 Prozent aus Leere. Wenn die physikalische Realität vor allem einen leeren Raum darstellt, warum erscheint uns dann die Welt derart materiell und fest? Warum durchdringen die 99,9… Prozent des leeren Raums meiner Hand nicht einfach die 99,9… Prozent des leeren Raums des Tisches, auf dem sie liegt? Die einfachste Erklärung ist, dass sich die Elektronen um den Kern herum so schnell bewegen, dass sie eine undurchdringliche Schale bilden, die von anderen Teilchen unter normalen Umständen nicht durchdrungen werden kann. Stellen Sie sich eine Person vor, die um sich herum ein an einem Strick befestigtes Gewicht dreht: Sie können sich ihr niemals soweit nähern, um sie zu berühren, da Sie das kreisende Gewicht in gebührendem Abstand hält. Ähnlich verhindern bei der Begegnung zweier Atome deren Elektronenumlaufbahnen ein gegenseitiges Durchdringen und diese verhalten sich dann so, als wären sie feste Kugeln. (46) Was auch immer Materie ist, so ist sie jedoch, wenn überhaupt, nur sehr wenig materiell. (47)

Wenn Physiker behaupten, nichts könne die Geschwindigkeit des Lichts erreichen, sprechen sie von materiellen Objekten. Einstein zeigte, dass sich mit wachsender Geschwindigkeit nicht nur Raum und Zeit verändern, sondern auch die Materie. Im Falle der Materie handelt es sich jedoch wohl eher um ein Anwachsen als um ein Abnehmen: je schneller sich etwas bewegt, um so mehr nimmt die Materie zu. Sollte je ein Objekt Lichtgeschwindigkeit erreichen, wäre seine Materie unendlich. Für die Bewegung einer unendlich großen Materie wäre jedoch eine unendliche Menge von Energie notwendig, mehr, als im gesamten Weltall vorhanden ist. Somit, wird von den Wissenschaftlern behauptet, ist nichts in der Lage, Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Das Licht wandert deshalb mit Lichtgeschwindigkeit, da es sich dabei um kein materielles Objekt handelt: seine Materie ist stets genau null. Stellen wir uns einen entmaterialisierten Beobachter vor (nur Geist ohne Körper), der sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Einsteins Gleichungen würden voraussagen, dass sich der Beobachter aus der Sicht des Lichtes nirgendwohin bewegt und dies null Zeit in Anspruch nimmt. Dies verrät über das Licht etwas sehr Eigenartiges. Was immer auch Licht ist, so scheint es doch, dass es in einem Reich existiert, in dem es kein Vorher oder Nachher gibt. Es gibt nur ein Jetzt. (58)

Das physikalische Licht ist nicht materiell und es ist kein Bestandteil der materiellen Welt. Dasselbe gilt für das Bewusstsein: es ist immateriell. Das physikalische Licht scheint die Grundlage des Weltalls zu sein. Ebenso ist das Licht des Bewusstseins grundlegend, wäre es nicht da, könnten wir nichts durchleben. (64)

Alles, was wir erleben, wird in unserem Bewusstsein geschaffen. Unser Gefühl, ein einzigartiges Ich zu sein, ist eine bloße Konstruktion unseres Geistes. Natürlich stellen wir uns unser Ich im Zentrum der wahrgenommenen Welt vor, was uns das Gefühl verleiht, im Inneren der Welt zu sein. In Wahrheit ist es jedoch genau umgekehrt: alles ist in unserem Inneren. Nicht Sie befinden sich im Raum. Der Raum befindet sich in Ihnen. (74)

Das Bewusstsein ist die Quelle und der Schöpfer all dessen, was wir kennen. (80) Die gegenwärtige wissenschaftliche Weltanschauung glaubt daran, dass das Bewusstsein aus der Welt des Raums, der Zeit und der Materie hervorgeht. Dieses materialistische Gedankenmodell der Realität behauptet, dass der Zustand unseres Geistes von Ereignissen aus der Welt des Raums, der Zeit und der Materie abhängig ist. Betrachten wir jedoch die Welt dahingehend, dass alles, was wir kennen, eine Konstruktion des Bewusstseins ist, ändert sich alles. Mit dieser Verschiebung des Blickwinkels wird die Ruhe unseres Geistes nicht länger davon determiniert, was wir in der materiellen Welt haben oder tun. Wir haben unsere eigene Wahrnehmung der Welt geschaffen. (82)

Wenn die Wissenschaft beginnt, das Bewusstsein als grundlegende Eigenschaft der Realität zu sehen und die Religion beginnt, Gott als Licht des Bewusstseins zu betrachten, das in uns allen leuchtet, werden diese beiden Weltanschauungen erneut beginnen, sich einander anzunähern. Heut brauchen wir mehr als je zuvor eine Weltanschauung, die die geistige Suche berücksichtigt, denn gerade auf der geistigen Verdorrtheit unserer Zeit beruhen viele unserer Krisen. (100)

Je mehr sich ein jeder von uns weiterentwickelt, umso mehr haben wir anderen anzubieten. Und je mehr sich andere weiterentwickeln werden, umso mehr werden sie zum kollektiven Erwachen beitragen. Diese gegenseitige Rückkoppelung führt nicht nur zu einer noch besseren Zugänglichkeit von Informationen und Anleitung für die innere Entfaltung, sondern auch zu einer besseren Verständigung und einer grundlegenden Weisheit. (105) In diesem Bereich sind keine neuen Kenntnisse notwendig, sondern die Umformulierung der zeitlosen Weisheit in den Kontext der Gegenwart. (106)

Mehrere Jahrhunderte lang war unsere vorherrschende Weltanschauung auf der Annahme begründet, dass sich die wirkliche Welt aus Raum, Zeit und Materie zusammensetzt. Von diesem materialistischen Modell wurde die Mehrzahl der irdischen Erscheinungen und Mysterien erfolgreich erklärt - so gut, dass es scheinbar sogar die Existenz Gottes ausschloss. Astronomen sahen tief in das äußere Weltall, bis an den Rand des Weltalls. Kosmologen sahen weit zurück in der Zeit, bis zum Beginn der Schöpfung. Und Physiker sahen tief in die Struktur der Materie hinein, auf die grundlegenden Bestandteile des Weltalls. Niemand von ihnen fand weder einen Beweis Gottes, noch die Notwendigkeit seiner Existenz. Das Weltall, so scheint es, funktioniert sogar ohne Gottes Hilfe. Vor dreißig Jahren habe ich eine solche Logik akzeptiert. Heute bin ich mir jedoch dessen bewusst, dass die Vorstellung von Gott, der von mir und der Wissenschaft abgelehnt wurde, naiv und altmodisch war. … Wenn wir Gott finden wollen, müssen wir hinein schauen, tief in den Geist hinein - in eine Welt, die bis heute auf wissenschaftliche Untersuchungen wartet. (107) (Anmerkung SPMZ: Diese Hoffnung wurde bereits von der mährischen Geisteswissenschaftlerin Marie Kubištová erfüllt, /1887-1956/, die unter ihrem literarischen und geistigen Namen Alma Excelsior bekannt ist.)


SPMZ, 2010


 

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