12. Abschnitte aus Reden der Kandidaten vor Wahl des Präsidenten der Tschechischer Republik im Februar 2008



Václav Klaus

Tschechische Republik braucht Kontinuität mit vernünftigen Korrektionen.
Heute bin ich mir noch sicherer als früher, dass Hauptaufgabe des Präsidenten Verteidigung der Grunddimensionen und Regel unseres politischen und öffentlichen Lebens ist. Als Präsident will ich vor allem dort stehen, wo es um freien und demokratischen Raum für politischen Wettbewerb im Rahmen des Staates auf einer Seite und um Verteidigung der Interessen, individueller Rechte und Freiheiten der Bürger auf der anderen Seite geht.
Ich will nach Maximum der Freiheit und Demokratie streben, … (8. 2. 2008)


Sehr geehrte Wähler, falls sie sich nach solchem Morgen sehnen, in dem ihre freie Abstimmung kontrolliert ist und jeder abgeschreckt wird, wer seine eigene Meinung wagt zu äußern, dann bin ich sicher Mann von gestern. Falls sie sich in Atmosphäre von Feindschaft, Konflikt, Verleumdung und lächerlich Machung gut fühlen, kann ich ihr Kandidat nicht sein, weil ich in meiner ganzen politischen Karriere nach fairem politischen Wettbewerb und Suchen von Konsens gestrebt habe und immer habe ich Grobheiten und Beleidigungen abgelehnt.
Falls sie tausendjährige Traditionen unserer Zivilisation, deren christlichen Werte, Betonung auf klassische Familie und Respekt zu jedem menschlichen Leben nicht beachten wollen, wählen sie mich nicht, weil ich diese Werte schätze. Falls sie in Zukunft gebildet aus Modenwellen leben wollen, wann es verboten wird zu rauchen, aber Drogen toleriert werden, wann Ehe ein Institut zum Aussterben ist und zum Rathaus nur Paare zur Registrierung kommen werden, wann wir den Alten und Kranken ihr Leben barmherzig entnehmen werden, wann uns vorgeschrieben wird, was wir essen, trinken sollen und wie wir sprechen dürfen, ist dies dann nicht mein Programm. Dies ist nicht meine Zukunftsvorstellung. (15. 2. 2008)




Jan Švejnar

Tschechische Republik wählte sich als ihr Thema in Union „Europäische Union ohne Barrieren“. Ich biete ihnen als Thema meiner Präsidentschaft „Tschechische Republik ohne Barrieren“ an. Auch wir haben nämlich unsere Barrieren, die uns verhindern noch erfolgreicher zu sein. Es sind weder Mauer, noch elektrische Zäune. Es sind Barrieren in unseren Sinnen, Barrieren in unseren Verhaltensweisen, Barrieren, die unsere Gesellschaft verteilen. Für deren Beseitigung brauchen wir Geduld, Vorstellungsvermögen, Mut und Selbstbewusst.
Beweisen wir es den Menschen, dass Politik hier für sie ist und Sachen zum Besseren verändern kann. (8. 2. 2008)


…Barrieren abzubauen, bedeutet nicht sämtliche Grenzen abzubauen. Im Gegenteil müssen wir Dämme dem Populismus, Vulgarität, unreinen Methoden bauen. Wie ich sagte, biete ihnen ein gemeinsames Projekt an: Vertrauen der Bürger in Politik zu erneuern. Politische Kultur geht wundertätig nicht außer Präsidenten durch, er ist deren Mitautor – und ihr Stand spricht auch über ihn aus. Ich vermute nämlich, dass auch Atmosphäre des Wahlkampfes eine Visitenkarte des Kandidaten ist, der sein Amt verteidigt. (15. 2. 2008)




Jana Bobošíková

Wie viel Jahre werden wir noch brauchen, damit wir es schaffen, Einklang im Leben zu finden? Und ich meine damit überhaupt nicht die falsche Einheit von Meinungen und Einstellungen. Im Gegenteil – je bunter sind diese Einstellungen, desto bessere Bedingungen für gemeinsame Kraft und Prosperität bilden sie. Mit Einklang verstehe ich die Fähigkeit das Grundlegende zu vereinbaren, was die Gesellschaft zur menschlichen Gesellschaft macht. Das ist Freiheit und aus ihr folgende Verantwortung, Toleranz und Bereitschaft eine andere Meinung anzuhören, Achtung eines zu dem anderen und Schutz der Schwachen vor eventuellem Eigenwillen der Starken.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich befürchte, dass wir auf einer Grenze sind. Nicht ein Schritt, sondern ein bloßer kleiner Schritt reicht es, und wir stürzen in eine Kluft eines Mafiaregimes, wo keine tatsächliche demokratische Wahl, Freiheit, Toleranz oder Respekt herrschen. Ins Regime, wo es keinen Platz für normalen anständigen Menschen gibt. In ein System, das unter Taktstock der Böswilligkeit Rechte der Schwächsten niedertreten wird. Wir machten uns auf schlechten Weg auf. Gleich schnell, wie Gedanken und demokratischer politischer Wettstreit verschwinden, tritt Korruption und grobe Macht ein. (15. 2. 2008)






JUDr. František Venzara
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